Tipp #19 Wie dein Auftritt durch das Verhältnis 4:1 noch besser wird

Ein weiteres Mal vergleiche ich das Präsentieren/Moderieren mit dem Kochen. Wir brauchen für eine Speise viel mehr Zutaten zuhause, als wir dann in den Topf geben. Wir kochen deutlich länger als wir nachher speisen. Und häufig lesen wir in einem Kochbuch mehrere Rezepte durch, bevor wir uns schließlich für eines entscheiden. Wir investieren also in die Vorbereitung deutlich mehr Energie und Zeit als in die eigentliche Aktion, das verzehren der Speise. Bei der Vorbereitung für eine Rede verhält es sich ziemlich ähnlich. 4:1 ist für mich ein optimaler Erfolgsfaktor, durch den jede Präsentation noch besser wird. Anwenden lässt sich dieser Faktor in folgenden Bereichen. Weiterlesen →

Tipp # 8 Wie beginne ich eine Präsentation?

Heute konzentriere ich mich auf Kurzpräsentationen, Grußworte oder Statements. Wer Ideen für eine gesamte Moderation oder ein Referat braucht, postet bitte einen Kommentar. Als Grundregel merke dir bitte: wenn dir die Situation unangenehm ist, bleib schlicht und verwende deine gewohnten Worte. Dafür gibt es zwei gute Gründe. Weiterlesen →

Tipp #3 Oh mein Gott, ich bin gleich dran!

Möge mir mein Lampenfieber immer erhalten bleiben! 

Ja, es klingt verrückt. Was bitteschön soll an Lampenfieber gut sein; oder hilfreich? Ich kann es eigentlich nur umgekehrt erklären. Würden mein Körper und Hirn vor einer Moderatin völlig ruhig bleiben, wäre mir also alles egal, müsste ich den Beruf wechseln. Denn dann würde mein Anspruch fehlen, wirklich gut zu sein. Und damit komme ich direkt zu meinem Tipp der Woche: meine Hausmittel bei Lampenfieber.

Wenn der Puls rast, die Hände eiskalt werden und sich der Brustkorb kaum noch bewegt, praktiziere ich die Wechselatmung. Die Yogis unter euch kennen diese Atemtechnik. Ich über allerdings eine vereinfachte Form, mit Daumen und Zeigefinger. Im Original nimmt man Daumen und kleinen Finger

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Halte dir mit dem Daumen ein Nasenloch zu und atme lange ein … Luft anhalten … Daumen weg und gleichzeitig mit Zeigefinger der selben Hand das linke Nasenloch zuhalten …. ausatmen … Pause … einatmen …. Zeigefinger weg und mit dem Daumen wieder das andere Nasenloch zumachen …. usw.

Sport bzw. Bewegung ist immer eine super Methode, Stress abzubauen. Einmal kräftig schwitzen, danach ausgiebig dehnen und dann eher kalt duschen … einfach nur fein. Das Gedankenkarussel steht still, der Körper ist entspannt und ich fühle mich 5 Kilo leichter. Manchmal fehlt die Zeit für eine ausgiebige Sporteinheit. Dann bewege ich wenigstens alle Gelenke durch und dehne die Oberkörpermuskulatur. Das dauert ca. 15 Minuten und ist besser als gar nichts. Und kurz vor Beginn der Veranstaltung bewege ich meinen Oberkörper nocheinmal durch, damit ich locker bin.

Eine super Übung ist der Sinnes-Check. Welche 5 Geräusche höre ich? Was sehe ich oben, unten und auf den Seiten? Was rieche ich? Was spüre ich mit meinen Händen und Füßen? Diese Be-Sinnung ist eine wunderbare und schnelle Methode, innerlich ruhig zu werden. Ist hilfreich, wenn du keine Möglichkeit hast, dich zurückzuziehen.

Lampenfieber erinnert mich daran, dass ich meine Sinne schärfen und den Körper wach halten soll. Mit den Übungen gelingt mir das. Und dir ab sofort auch :O)

Wünsche dir viel Spaß in deiner Mitte und freue mich über deine Rückmeldung und/oder Empfehlung. Nächsten Sonntag schreibe ich, wie ein Interview für das Publikum noch interessanter wird.

Liebe Grüße
Heidi Winsauer

 

Heidi Winsauer lebt in Dornbirn/Österreich. Sie arbeitet als selbständige Veranstaltungsmoderatorin und Trainerin für den persönlichen Auftritt. Jeden Sonntag teilt sie ihr gesammeltes Wissen zu den Themen Moderieren, Präsentieren und frei Sprechen.
heidiwinsauer.at